Milchprodukte

Über wenige Produkte in der Ernährung existieren so viele Halbwahrheiten und Mythen wie über Milchprodukte. Gehören sie nun auf das Spielfeld, auf die Ersatzbank oder auf die Tribüne bzw. aus dem Stadion geworfen?

Fakt ist, dass die Meinung über deren gesundheitlichen Wert doch sehr weit auseinander gehen.

Die nachfolgenden Fakten basieren auf ca. 200 seriösen internationalen Studien. Ich darf an dieser Stelle noch einmal erwähnen, dass alles, was ich Euch über diesen Newsletter schreibe, immer auf solchen Studien basiert.
  • Milchprodukte enthalten eine Vielzahl von hochwertigen Nähr- und Vitalstoffen wie z.B. Kalzium, Jod, Zink und hochwertiges Protein.
  • Kinder sollten nach Möglichkeit ebenfalls Milchprodukte verzehren, da dieser einen insulinähnlichen Stoff liefert, der das Wachstum fördert.
  • So empfehlenswert sie sind: Erwachsene können durchaus auf Milchprodukte verzichten. Die Inhaltsstoffe können auch über andere Nahrungsmittel dem Körper zugeführt werden, wenn das auch manchmal etwas schwieriger zu bewerkstelligen ist.
  • Langzeitstudien ergeben, dass Milchprodukte Herz-Kreislauferkrankungen, Darmkrebs und Diabetes vorbeugen können, wenn sie in „normalen“ Mengen zugeführt werden.
  • Und was ist „normal?“ Wer sich an den ungefähren Schnitt in Deutschland hält (Ca. 150-200 ml Milch oder Milchprodukte wie Naturjoghurt sowie rund 50-70 g Käse) fördert seine Gesundheit. Erst ab 1,2 l Milch am Tag steigt das Risiko zu erkranken.
  • Apropos Joghurt: Aufgrund der Bakterienkultur im Joghurt (nein, keinen Fruchtjoghurt mit Unmengen an Zucker J: Ca. 13-18 Stück Würfelzucker pro 500 g), ist dieser ggü. der Milch die noch bessere Wahl. Am besten täglich verzehrt, fördert Ihr dadurch Eure Darmgesundheit. Beiläufig sei erwähnt, dass Euer Darm zu rund 70% für Euer Immunsystem verantwortlich ist.
  • Sollte ich Bio-Produkte bevorzugen? JA, in jedem Fall!!! Nachweislich haben Bio-Milchprodukte eine um rund 50 % bessere Fettbilanz. Tierische Produkte beinhalten naturgemäß weniger gesunde, gesättigte Fettsäuren. Und hier sind einfach Bio-Milchprodukte die bessere Wahl.
  • Und Antibiotika? Macht Euch bitte darüber keine Gedanken. In zahlreichen Tests (wie z.B. Stiftung Warentest) wurden in keiner einzigen Milch Antibiotikarückstände gefunden.
  • Stichwort Allergie/Unverträglichkeit: In Deutschland haben ca. 15-20 % eine mehr oder weniger ausgeprägte Laktoseintoleranz, die zu Magen-Darmbeschwerden führt. Wer zu den verbleibenden 80 % gehört, hat keinen Grund auf Milchprodukte zu verzichten.
Fazit: Willkommen auf dem Spielfeld, wenn die Menge die richtige ist 😉

Mehr infos zu Stefan

Stefan Rhein ist seit fast 40 Jahren nebenberuflich (Hauptberuf Polizist) als Ernährungsberater, Trainer und Kursleiter tätig. Er betreut in Sachen Ernährung Spitzensportler bis auf die internationale Ebene, arbeitet mit Krankenkassen und vielen Firmen im Rahmen des betrieblichen Gesundheitsmanagements zusammen. Darüber hinaus gibt Stefan auch Kochkurse, bildet bei Sport- und Turnverbänden aus und vieles mehr.

Wir haben ihn auf der größten Fitnessmesse der Welt, der FIBO, kennengelernt. Er war dort zu Gast mit seinen Koch- und Ernährungsbüchern, deren Reinerlös er zu 100 % an Kinderhilfsprojekte spendet. Auf seiner Website www.stefanrhein.com könnt Ihr mehr über seine Arbeit und seine Projekte erfahren.

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